Top Trend: Alles im Internet einkaufen
Shopping im Internet ist ja nun keine heiße Neuigkeit mehr und kann deshalb wohl kaum noch als neuer Trend proklamiert werden. Doch wer es schafft ganz ohne Geschäfte der realen Welt auszukommen und alles, wirklich alles im Internet bestellt, der kann sich als Trendsetter begreifen. Ist das überhaupt möglich?
Shopping rund um die Uhr
Am Anfang waren es hauptsächlich Waren, die keiner näheren Sichtung bedurften, die man über das Internet bestellt hat. Zum Beispiel benötigt man bei Büchern in den seltensten Fällen direkten Sichtkontakt mit dem Cover, um zu beurteilen, ob ein Buch gut ist. Klappentext und Informationen zum Autor kann man problemlos auch online nachlesen und es dann sorglos in den virtuellen Einkaufswagen packen. Auch diverse Elektroartikel wie DVD-Player, Handys oder Hi-Fi-Artikel zeichnen sich eher durch technische Daten aus und müssen weder real angeschaut noch angefasst werden. So kann man problemlos auch einen Trockner bestellen oder online seine Waschmaschine ordern, böse Überraschungen gibt es da wohl eher selten. Problematisch wurde es erst bei Mode und Schuhen, denn hier kann das Anfassen und Anprobieren nicht so leicht wegfallen. Doch die Internetshops haben sich des Problems angenommen und neben detaillierten Aufnahmen, auf denen man das Material quasi spüren kann, werden die Sachen von allen Seiten und fast unbegrenzt zoombar in Szene gesetzt, damit der Kunde sich einen möglichst detaillierten Eindruck machen kann. Wenn es nach der Bestellung doch nicht gefällt oder passt, bieten die Shops sehr kulante Rücksendebedingungen, das Porto übernimmt natürlich der Verkäufer.
Letzte Domäne bröckelt langsam
Lebensmittel werden inzwischen auch schon lange im Internet vertrieben. Allein frische Ware wurde bisher vermieden, da sie zu leicht verderblich war und kaum jemand Vertrauen in die Frische der Produkte haben mochte. Doch auch auf diesem Bereich tut sich was. Dank perfekter Logistik und superschnellem Versand kann man bedenkenlos auch frische Ware per Post bestellen und hat sie schon am nächsten Tag im Kühlschrank. Der Wocheneinkauf im Internet ist schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Schon zubereitete Speisen gibt es ja schon lange per Pizza-Taxi, doch bei diesem Angebot ist es nicht geblieben. Zentrale Sammelstellen für die Angebote aller möglichen Lieferdienste bieten eine riesige Auswahl an Speisen und Getränken jeder denkbaren internationalen Küche, aber auch der guten Hausmannskost. Manche Bringdienste haben sich auf einer Erweiterung ihres Angebots in Richtung Toilettenpapier, Schokolade, Bonbons, Chips oder sogar Zigaretten und Kondome eingelassen und erfreuen sich wachsender Kundenkreise. Es besteht also wirklich keine Notwendigkeit in reale Läden zu gehen, nur beim Preis kommt man dort wohl immer noch besser weg.
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